Die Diagnose des Diabetes Typ 2 erfolgt über die Messung des Blutzuckers.
Entscheidend sind vor allem der Nüchternblutzucker, der Langzeitblutzuckerwert HbA1c und der sogenannte orale Glukosetoleranztest (oGTT). Wird ein Nüchternblutzucker über 126 mg/dl (7,0 mmol/l) oder ein HbA1c über 6,5 festgestellt, liegt Diabetes vor.
Der orale Glukosetoleranztest (oGTT) dient der Kontrolle des Blutzuckerspiegels und wird bei Verdacht auf das Vorliegen eines Typ-2-Diabetes durchgeführt. Er zeigt an, wie gut der Zucker (Glukose) aus der Nahrung in die Körperzellen aufgenommen werden kann.
Durchführung des oralen Glukosetoleranztests:
- Mindestens 3 Tage vor der Durchführung des oGTTs sollte eine kohlenhydratreiche Ernährung angestrebt werden (mindestens 150 Gramm Kohlenhydrate pro Tag).
- Der oGTT erfolgt am Morgen. 8 bis 12 Stunden vor dem Test darf keine Nahrung oder Alkohol aufgenommen und nicht geraucht werden – dies gilt auch während der Durchführung des oGTT. Auch kohlenhydrathaltige Getränke dürfen vor dem Test nicht zu sich genommen werden.
- Zu Beginn des Testes (Zeitpunkt 0) wird eine vorgefertigte Zuckerlösung mit 75 Gramm Glukose innerhalb von 5 Minuten getrunken.
- Während des 2-stündigen Messzeitraums wird zu den Zeitpunkten 0 und 120 Minuten Blut abgenommen, um den Blutzucker zu bestimmen.
Eine „normale“ Glukosetoleranz wird definiert durch einen Nüchternblutzuckerwert (Zeitpunkt 0) unter 100 mg/dl (5,6 mmol/l) und einen oGTT-2-Stunden-Blutzuckerwert unter 140 mg/dl (7,8 mmol/l) – jeweils im venösen Plasma gemessen.
Nüchternblutzuckerwerte von 126 mg/dl (7,0 mmol/l) und größer oder oGTT-2-Stunden-Blutzuckerwerte von 200 mg/dl (11,1 mmol/l) und größer liegen im diabetischen Bereich.
Hinweis: Der Test erfolgt durch einen Diabetologen, der im Anschluss über die Messergebnisse aufklärt.