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Wie wird die Diabetes Typ 2 Diagnose gestellt?

12. May 2025


Die Diagnose des Diabetes Typ 2 erfolgt über die Messung des Blutzuckers.
Entscheidend sind vor allem der Nüchternblutzucker, der Langzeitblutzuckerwert HbA1c und der sogenannte orale Glukosetoleranztest (oGTT). Wird ein Nüchternblutzucker über 126 mg/dl (7,0 mmol/l) oder ein HbA1c über 6,5 festgestellt, liegt Diabetes vor.

Der orale Glukosetoleranztest (oGTT) dient der Kontrolle des Blutzuckerspiegels und wird bei Verdacht auf das Vorliegen eines Typ-2-Diabetes durchgeführt. Er zeigt an, wie gut der Zucker (Glukose) aus der Nahrung in die Körperzellen aufgenommen werden kann.

Durchführung des oralen Glukosetoleranztests:

  1. Mindestens 3 Tage vor der Durchführung des oGTTs sollte eine kohlenhydratreiche Ernährung angestrebt werden (mindestens 150 Gramm Kohlenhydrate pro Tag).
  2. Der oGTT erfolgt am Morgen. 8 bis 12 Stunden vor dem Test darf keine Nahrung oder Alkohol aufgenommen und nicht geraucht werden – dies gilt auch während der Durchführung des oGTT. Auch kohlenhydrathaltige Getränke dürfen vor dem Test nicht zu sich genommen werden.
  3. Zu Beginn des Testes (Zeitpunkt 0) wird eine vorgefertigte Zuckerlösung mit 75 Gramm Glukose innerhalb von 5 Minuten getrunken.
  4. Während des 2-stündigen Messzeitraums wird zu den Zeitpunkten 0 und 120 Minuten Blut abgenommen, um den Blutzucker zu bestimmen.

Eine „normale“ Glukosetoleranz wird definiert durch einen Nüchternblutzuckerwert (Zeitpunkt 0) unter 100 mg/dl (5,6 mmol/l) und einen oGTT-2-Stunden-Blutzuckerwert unter 140 mg/dl (7,8 mmol/l) – jeweils im venösen Plasma gemessen.

Nüchternblutzuckerwerte von 126 mg/dl (7,0 mmol/l) und größer oder oGTT-2-Stunden-Blutzuckerwerte von 200 mg/dl (11,1 mmol/l) und größer liegen im diabetischen Bereich.

Hinweis: Der Test erfolgt durch einen Diabetologen, der im Anschluss über die Messergebnisse aufklärt.

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